iPad - Segen oder Fluch der Medienbranche? Ein erster Erfahrungsbericht

Nachdem das iPad nun endlich zumindest in den USA auf dem Markt ist, dreht sich vieles um die Frage, wie gut das iPad wirklich ist und ob es ein Segen oder eher ein Fluch für die Medienbranche ist. Wer wie wir noch auf sein iPad warten muss, schaut dann vorerst auf die, die schon stolze Besitzer des neuen Produkts aus dem Hause Apple sind. Einer der "Glücklichen" ist der DWDL.de-Chefredakteur Thomas Lückerath. Er schildert auf DWDL.de seine erste Woche mit dem iPad und gibt eine erste Einschätzung auf die Frage, ob das iPad wirklich die Rettung der Medienbranche, insbesondere die der Verlage sein kann.

Sein Urteil: Die bisher verfügbaren Apps sind "nett. Aber nicht umwerfend." Bei der App "iKiosk" vom Axel Springer Verlag, die "nur" ein PDF-Reader für "Welt", "Welt kompakt" und "Welt am Sonntag kompakt" ist, spürt er "förmlich die Zerrissenheit der Verlage, die das iPad zwar auf der einen Seite als Rettung lobpreisen aber gleichzeitig immer noch die Augen vor den Problemen ihrer Zeitungen verschließen." Um einen neuen Markt zu erschließen, muss man seiner Meinung nach, Neues wagen und mehr tun als nur eine Kopie des Print-Produkts anbieten.

Lückerath selbst findet das iPad sensationell und magisch. Nur was man damit zaubern soll, ist ihm zum jetztigen Zeitpunkt noch nicht ganz klar. Momentan ist das iPad für ihn nicht viel mehr als ein großer iPod Touch - "mit bequemerer Tastatur und der Möglichkeit, bequem durchs reguläre Web zu surfen." Der eBook-Reiz hält sich für ihn auch noch deutlich in Grenzen, solange es den Bookstore nicht auch in Deutschland gibt.

Sein Fazit: Er will nie wieder ohne iPad sein. Nur warum, das kann er nicht beantworten.

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