Und er heißt doch iPad! – Reader und Shop mit Namen iBooks

Auf den ersten Blick sieht es aus wie breites zu groß geratenes iPhone. Aber es heißt iPad, ist 2,2 Zentimeter schlank und wiegt 780 Gramm. Unter dem Bildschirm befindet sich ein Home-Button - wie beim iPhone. In erster Linie kann man mit dem iPad im Internet surfen sowie Zeitungen und Magazine lesen. Apple bietet für das iPad Apps und Programme wie auf dem iPhone: Internetbrowser, iTunes, Spiele, Film-Player, Youtube, Kalender und vieles mehr. Die Office-Anwendung für das iPad heißt iWork: das Schreibprogramm „Pages“, die Anwendung für Präsentationen und die Tabellenkalkulation „Numbers“ sind speziell auf das iPad abgestimmt. Jede der drei iWork-Apps kostet zehn Dollar.


Eine der wichtigsten Anwendung, mit der Apple in einen neuen Markt einsteigen will lautet iBooks. Die E-Book-App und der Reader haben diesen Namen erhalten. Die Anwendung iBooks sieht im Lesemodus wie ein Buch aus Papier aus. Das Umblättern wird mit einer flüssigen Animation begleitet, Schriftgröße und Schriftart lassen sich einstellen. Der dazugehörige Store heißt ebenfalls iBooks. Mit dem kann man elektronische Bücher über das iPad kaufen. Der Shop funktioniert wie der App Store oder wie iTunes. Mit an Bord sind bisher die amerikanischen Verlage Penguin, Macmillion und Simon & Shuster. Über europäische Verlagshäuser ist noch nichts bekannt. Für Magazine und Zeitungen ist das iPad ebenfalls bestens geeignet. Das Layout entspricht einer Printausgabe - keiner fest formatierten Webseite. Videos können wie Bilder in den Text eingebettet werden. Fotos können mit dem Finger vergrößert werden.

Text wird über die Touchscreen-Tastatur eingegeben. Das iPad verwendet einen 1GHz-Chip – eine eigens von Apple designte CPU namens "A4". Der Akku soll 10 Stunden Batterielaufzeit und bis zu einem Monat StandBy bieten. Der Touchscreen hat eine Größe von 9,7 Zoll. Der Bildschirm nutzt LEDs als Hintergrundbeleuchtung. Ins Netz kommt man via WiFi (802.11n ) oder Bluetooth. Eine Version des iPads bietet auch UMTS. Mit einer extra neu von Apple entwickelten SIM-Karte kommt man in den USA über den Anbieter AT&T ins Netz. Daten-Flatrates sollen 30 Dollar kosten. Alle iPads werden ohne SIM-Lock ausgeliefert, müssten also im Prinzip in jedem Mobilfunknetz funktionieren. Weitere Features sind ein Kompass, Lautsprecher, Mikrofon ein Bewegungssensor und der Dock-Connector. Das iPad soll es in drei Variationen geben: 16GB, 32GB und 64GB.

Die Auslieferung der WiFi-Modelle beginnt weltweit offenbar in zwei Monaten, wohl auch in Deutschland. Die Preise in den USA liegen zwischen 500 und 700 Dollar, je nach Speicher. Das iPad mit UMTS soll einen Monat später in den USA auf den Markt kommen, später dann auch weltweit. Es kostet dann zwischen 629 und 829 Dollar.

Weitere Infos in der offiziellen Pressemitteilung von Apple.

 beam - Die eBook Bibliothek