Apple lässt eBooks links liegen

Seit einiger Zeit kursieren Gerüchte, Apple könnte einen eBook-Reader auf den Markt bringen, der selbstverständlich alles in den Schatten stellen wird, was es heute so gibt. Als eingefleischter Apple-Fan hoffe ich natürlich, dass dies so sein wird. Leider fehlt mir der Glaube. Apple wird mit dem „Tablet“ sicher nicht eBooks im Fokus haben, sondern Video-Inhalte.

In der vergangenen Woche haben drei hochrangige Apple-Manager von „Problemen mit dem Business-Modell bei gedruckten Inhalten“ gesprochen. Viel interessanter sei dagegen das Geschäft mit Video-Content, der über das Web ausgeliefert wird.

Meine Meinung: Sicher wird der Apple Tablet, sollte es ihn jemals geben, auch zum Lesen von eBooks verwendet werden können. Im Kern wird es aber eine Multimedia-Plattform sein, eine Art überdimensionierter iPod für Videos. eBooks und Video lassen sich auch kaum optimal in eine Plattform vereinen. Für eBooks wünsche ich mir ein nicht-hintergrundbeleuchtetes eInk-Display. Das wiederum ist denkbar ungeeignet für Videos. Es reagiert zu träge und derzeit fehlt noch die Farbe.

Im übrigens passt da eine Äusserung von Steve Jobs ins Bild, der bereits vor Monaten feststellte, dass die meisten Menschen statt zu lesen lieber Videos schauen. Eine krasse Fehleinschätzung, wenn ich einmal von mir selbst ausgehe.

Weitere Infos zu dem Thema:

maclife.de | Tablet: Wenig Begeisterung für Print-Inhalte

Video may represent next big Apple push, say execs | MacNN

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