Die sechs wichtigsten eBook-Trends für 2010
2. Dezember 2009 - 9:26 – Thorsten
eReader werden schon bald sehr viel vielseitiger einzusetzen sein als es heute der Fall ist. Zu diesem Schluss kommt das Marktforschungsunternehmen Forrester in seiner Prognose für das eBook-Jahr 2010. Hier sind die wichtigsten eReader- und eBook-Trends für das kommende Jahr:
- E-Inks Monopolstellung wird gebrochen. Während heute noch nahezu 100% aller eReader mit E-Ink-Displays ausgerüstet sind, wird sich dies im kommenden Jahr ändern. Es wird kostengünstigere Drittanbieter geben. Weiter werden immer mehr Dual-Display-Geräte angeboten, die nebem dem E-Ink-Display etwa ein LCD-Display einsetzen.
- Dual-Display Smartphones und Netbooks werden verfügbar. Im kommenden Jahr wird es die ersten Smartphones und Netbooks mit Dual-Displays geben. Diese Geräte vereinen eReader-Funktionalität mit Computing-Features. Beispiele hierfür sind das Samsung Alias 2 oder dieser Asus EeePC Prototyp.
- Apple steigt in den eBook-Markt ein. Auch wenn es wahrscheinlich keinen dezidierten eReader von Apple geben wird, so werden mehr eReader-Funktionen in das derzeitige Portfolio integriert werden. Apple-Geräte werde zwar nicht auf das Lesen von eBooks fokusiert sein, sie jedoch eine für die meisten Leser ausreichende eReader-Funktionalität aufweisen.
- Für eReader wird es Applikationen geben. Ähnlich wie im App-Store des iPhones wird man für seinen eReader Applikationen kaufen können. Das mag vom einfachen RSS-Reader über Mail-Programme bis hin zu Social-Reading-Apps gehen. Der eReader wandelt sich zum multifunktionalem Lesegerät für alles, was wir tagtäglich lesen - und das sind schliesslich nicht nur eBooks.
- Amazon bringt Touchscreen- und Farbmodelle. Amazon wird mit aller Macht versuchen, seine Spitzenposition weiter auszubauen und wird im kommenden Jahr die Kindle-Familie um Touchscreen- und Farbmodelle erweitern. Auch dürfte bis Ende des kommenden Jahres der erste Kindle mit flexiblem Display angeboten werden, das weniger bruchgefährdet ist.
- Zeitschriften- und Zeitungsverleger werden ihre eigenen eReader anbieten. In den USA gibt es bereits eine Initiative mit dem Ziel, eine Art "iTunes für Magazine" anzubieten. Insbesondere Zeitschriftenverlage habe ein großes Interesse an eReadern mit Farbdisplay, auf denen sich aufwändige Layouts umsetzen lassen. So hat der Mediengigant Hearst bereits im Frühjahr dieses Jahres in das Startup FirstPaper investiert, mit dem Ziel, einen "magazingeeigneten" eReader zu entwickeln.
Fazit
Soweit die wichtigsten Vorhersagen von Forrester via paidContent. Vieles davon ist so naheliegend, dass man davon ausgehen kann, dass diese Prognosen auch so eintreffen werden. Lediglich die flexiblen Displays, die sich gerade in der Entwicklung befinden, sehe ich für das kommende Jahr noch nicht.
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