Ist der Kindle zu teuer?
7. Oktober 2009 - 17:39 – ThorstenHin und wieder werde ich von Marktforschern befragt, wie ich dieses oder jenes Produkt finde und wie viel ich bereit bin, dafür zu zahlen. Solche Marktforschungen werden meistens von den Anbietern besagter Produkte in Auftrag gegeben, um heraus zu finden, wo beim Preis die Schmerzgrenze liegt. Weil ich weiss, dass ich mit meiner Antwort möglicherweise das Preisniveau beinflusse, ist meine Schmerzgrenze immer sehr schnell erreicht.
Pricewaterhouse Coopers hat offenbar die Deutschen befragt, wieviel sie bereit sind, für eine eBook-Reader aus zu geben. Das Ergebnis: höchstens 200 Euro. Mit einem Preis von $279 liegt der Kindle also umgerechnet nur knapp darunter. Hinzu kommen noch die Importsteuer und Zollgebühren, so dass der rote Bereich schnell erreicht ist.
Meine Rechnung sieht ganz anders aus. Ich schätze, dass ich pro gekauften Buch etwa 10$ gegenüber dem Ladenpreis spare. Damit habe ich bei etwa 20 Büchern den Preis für den Kindle wieder “drin”. Ich habe 20 Bücher in nur 6 Monaten gekauft. Damit hat sich der Kindle bereits nach einem halben Jahr amortisiert. Ich wünschte, das könnte ich von jeder Investition sagen. Bei einer geschätzten Lebensdauer von nur 2 Jahren und gleichbleibender “Kaufrate” spare ich also 600$. So gesehen ist der Kindle also ein Schnäppchen.
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