Sind eBooks etwa Bücher 2. Klasse?

Der ebookblog.de vermutet, dass Kassenschlager unter den Büchern wegen der Buchpreisbindung bewusst zunächst als Print-Version über den Tresen gehen, bevor Sie als eBook angeboten werden. Als Beispiel nennt er die Autobiografie von Andre Agassi, die es derzeit wohl noch nicht in einer elektronischen Form zu kaufen gibt. Ein anderes Beispiel ist Dan Browns Lost Symbol, das ebenfalls noch nicht als eBook erhätlich ist. Es scheint so zu sein, dass sich die Verlage hier an einem Modell der Filmbranche orientieren.

Dort ist ist selbstverständlich, dass ein neuer Film zunächst in die Kinos kommt, dann als DVD zu kaufen ist und irgendwann mal im Fernsehen gesendet wird. Ich halte dieses Vermarktungsmodell für absolut schlüssig und legitim - in der Filmbranche. Das künstliche Verknappen eines Produktes macht immer dann Sinn, wenn man auf diese Weise zunächst die Sahne abschöpfen kann. Das bedeutet, wenn man auf diese Weise zunächst den Verkauf eines Produktes mit höherer Marge pushen kann. Ich bezweifele allerdings, dass ein eBook ein geringere Marge als ein Print-Produkt erwirtschaftet. Schliesslich entfallen Herstell-, Versand- und Lagerkosten. So gesehen, und unter der Voraussetzung gleicher Preise, wäre es eigentlich wirtschaftlich sinnvoller, Bestseller zunächst als eBook anzubieten.

Kommentare

also die Herstellungskosten

also die Herstellungskosten eines eBooks sind nicht gleich Null, die Erstellung eines eBooks egal welchen Formates kostest auch etwas, wenn auch nicht so viel wie das erstellen der Printversion - solange diese auch vorliegt...

Bild von Thorsten

Herstellkosten

Es ist natürlich vollkommen richtig, dass auch die Herstellung eines eBooks nicht kostenlos ist. Ich war bei meiner Wortwahl nicht ganz präsize. Mit Herstellkosten meinte ich die Druckkosten - und die fallen nun bei eBooks wirklich nicht an.

 beam - Die eBook Bibliothek