Was einen eBook Reader erfolgreich macht

In der Szene der eBooks und Reader ist reichlich Bewegung. Ein Grund ist sicherlich die bevorstehende Frankfurter Buchmesse. Seit Jahren heisst es jedes Mal auf’s Neue: Diese Buchmesse bringt den Durchbruch für eBooks. Bislang war dies nie der Fall. Dieses Jahr könnte alles anders sein. Eine Reihe von eBook Readern steht in den Startlöchern. Fast jedes neue Gerät wird als “Kindle-Killer” bezeichnet. Aber welche Eigenschaften bräuchte ein echter Killer? Hier sind die 3 wichtigsten Erfolgskriterien für eBook Reader:

  • Display
    Stundenlanges Lesen ist nur möglich, wenn das Display absolut hochwertig ist. Das bedeutet, Auflösung und Kontrast müssen stimmen, es muss im Halbdunkeln wie auch im Sonnenlicht gut lesbar sein, darf nicht zu sehr spiegeln und nicht allzu leicht splittern, wenn das Gerät mal runter fällt.
    Hier haben die e-ink Displays, wie sie unter anderem der Kindle verwendet, klar die Nase vorn. Kommende Geräte, beispielsweise das bislang nur in der Gerüchteküche existierende Apple Tablet, werden unter Umständen hintergrundbeleuchtete LCD-Displays verwenden. Nach dem jetzigen Stand der Technik sind diese für längeres Lesen jedoch weniger geeignet und verbrauchen insbesondere deutlich mehr Batteriestrom als die e-ink Displays. Diese verbrauchen nämlich nur Strom beim “Umblättern”, nicht aber beim bloßen Anzeigen der Schrift. Hintergrundbeleuchteten LCD-Displays verbrauchen Strom, solange sie eingeschaltet sind.
  • Batterie
    Dies führt mich auch schon zum zweitwichtigsten Erfolgsfaktor, eine lange Batterielaufzeit. Wenn eBooks irgendwann einmal auch nur in die Nähe der Bedeutung von gedruckten Büchern gelangen sollen, müssen sie ständig und überall verfügbar sein. Der Amazon Kindle wirbt damit, dass er erst nach 2 Wochen Lesezeit aufgeladen werden muss. Auch wenn diese Angabe vielleicht etwas zu hoch gegriffen sein mag, sie zeigt, wo der Trend hin geht.
  • Store
    Ein wesentlicher Vorteil von eBooks ist, dass im Prinzip jedes beliebige Buch innerhalb von Sekungen auf dem Reader verfügbar ist. Voraussetzung hierfür ist ein eBook-Store, der nahtlos mit dem Reader zusammen arbeitet und eBooks drahtlos auf das Gerät überträgt. Natürlich muss dieser elektronische Buchladen dann auch über ein ausreichend großes Sortiment verfügen, um attraktiv zu sein. Hier gibt es derzeit kaum eine Alternative zum derzeit leider nur englischsprachigem Kindle-Store. Das Beispiel des iPods und des iTunes Stores zeigen deutlich, welch enormen Wettbewerbsvorteil ein gut sortierter, nahtlos integrierter Store darstellt.

Dies sind die aus meiner Sicht drei wichtigsten Erfolgsfaktoren für eBook Reader. Sind Ihnen andere Aspekte wichtiger? Dann würde ich mich über einen kurzen Hinweis in den Kommentaren freuen.

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