Websites per Instapaper und Calibre auf dem Kindle lesen
20. November 2009 - 10:59 – Thorsten
Etwa 80 Prozent meines täglichen Lesestoffs stammt aus Online-Quellen. Lange habe ich nach einer komfortablen Lösung gesucht, solche Texte auf dem Kindle zu lesen. Dank Instapaper und Calibre ist dies jetzt problemlos möglich. Hier ist mein Workflow zum komfortablen Lesen längerer Online-Texte.
Alle Websites, die mich interessieren, habe ich per RSS-Feed in Google Reader abonniert. Seit kurzem bietet Goolgle Reader die Möglichkeit, News an Webservices zu senden. Um diese Funktion nutzen zu können, muss man bei den Einstellungen die Sprache auf Englisch umstellen. Es erscheint dann am Ende jedes Artikels ein Auswahlmenü "Send to". Hierüber kann man einen Artikel twittern, bloggen oder an Delicious schicken. Man kann ihn aber auch an Instapaper senden.
Wie ich bereits hier beschrieben habe, erlaubt es Instapaper, sich auf den Text zu konzentrieren, indem es das ganze "Drumherum" der jeweiligen Website einfach ausblendet. Wenn der Text erst einmal in Instapaper ist, kann man ihn problemlos per Calibre auf den Kindle kopieren. Calibre ist eigentlich eine Anwendung zur Verwaltung von eBooks. Sie kann aber auch beliebigen RSS-Feeds downloaden und als eBook auf den Kindle kopieren.
Und so klappt das Ganze Schritt für Schritt:
- Im Google Reader unter Einstellungen die Sprache auf Englisch umstellen.
- In den Settings von Google Reader im Menüpunkt "Send to" den Eintrag "Instapaper" auswählen.
- Artikel aus dem Google Reader über das Menü am Ende jedes Artikels an Instapaper senden.
- In Calibre im Menü "Nachrichten abrufen>Zeitgesteuerter Nachrichten Download>unknown>Instapaper.com" auswählen.
- Dort Benutzername und Passwort des Instapaper-Accounts eingeben.
- "Jetzt laden" klicken, um den Download zu starten.
- Kindle per USB an den PC anschliessen, Calibre kopiert dann selbsttätig das eBook mit den Instapaper-Texten auf den Kindle.
Einen weiteren Weg, Text aus Instapaper auf den Kindle zu holen beschreibt Johannes auf lesen.net. Beide Wege führen zu dem gleichen Ergebnis. Der Weg über Calibre ist für mich jedoch mit weniger Aufwand verbunden, da ich ohnehin regelmässig RSS-Feeds damit auf den Kindle lade.
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Kommentare
es geht sogar noch einfacher:
es geht sogar noch einfacher: Calibre ermöglicht bereits mit Hilfe eines sog. Rezepts den Google-Reader direkt anzuzapfen. Einfach den eigenen Homeserver mit Calibre auf 5:00 Uhr zum abholen der Feeds programmieren und schon lässt sich beim ersten Kaffee des Tages der Google-Reader-Inhalt lesen.
Super Tipp, vielen Dank! Ich
Super Tipp, vielen Dank! Ich fürchte nur, dass ich einfach zu viele Feeds habe damit das für mich praktikabel wäre. Auf die von mir beschriebene Weise treffe ich im Browser eine Vorauswahl. Ich werde aber auf jeden Fall mal probieren, alles zu syncen.