Wer zahlt schon für Inhalt?

Heute scheint bei mir der Tag der Medienökonomie zu sein. FTD.DE plaudert in einem wirklich einmal interessanten und lesenswerten Beitrag ein offenes Geheimnis aus: Nicht der Leser zahlt die Print-Journalisten, sondern die Anzeigenkunden. Das ist nichts neues. Ebenso wenig ist neu, dass die Print-Kollegen dennoch ernsthaft glauben, sie würden vom Leser bezahlt. Dies führt folgerichtig zu der gerade wieder aktuellen Debatte über Paid Content.

Wenn die Journalisten ihren Irrglauben haben, dann dürfen die Verleger mit "Paid Content" auch irre glauben. Daher rät die FTD: "Viel wichtiger ist, darüber nachzudenken, wie es Verlagen gelingen kann, wieder Kontrolle über größere Teile der Distributionskette zu bekommen. Wenn Zeitungs- und Zeitschriftenhäuser Druckereien und Vertriebe besitzen, warum überlassen sie es dann Amazon , Sony  oder Apple , mobile Lesegeräte auf den Markt zu bringen? Hier etwa wäre eine große Chance, wieder Marge zu machen." Da kann ich nur zustimmen. Passieren wird das aber trotzdem nicht.

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